Digitale Workflows für multimodale Daten
Am kommenden Donnerstag spricht Dr. Susan Reichelt in der ADILT Ringvorlesung: In den Geisteswissenschaften arbeitet man selten mit klar strukturierten Daten. Vielmehr hat man es zu tun mit komplexen Konstellationen aus Bild und Text, Materialität und zeitlichen Dimensionen, Klang, sowie Layout und Raum: Daten sind multimodal. In der Forschung ergeben sich hieraus methodische Herausforderungen, diese Zusammenspiele von bedeutungstragenden Elementen möglichst systematisch zu dokumentieren, be- und verarbeitbar zu machen, sowie Reproduzierbarkeit zu schaffen.
Anhand von Beispielen komplexer audiovisueller Erzählstrukturen in Film und Fernsehen werde ich in diesem Vortrag die Erarbeitung von Workflows besprechen, die unter Berücksichtigung verschiedener Forschungsfragen die kreative Anwendung von digitalen Tools und Methoden beinhalten. In der Diskussion geht es vor allem um die stetige Interaktion zwischen Modelltraining und automatisierten Prozessen, KI-Integration und “HITL” (human-in-the-loop), sowie deren Umsetzbarkeit in Forschungsstrukturen und Projekten.
Susan Reichelt arbeitet am Institut für Digital Humanities an der Universität Göttingen und arbeitet dort, unter anderem, an Forschungsansätzen zu multimodalen und multimedialen Positionierungsprozessen, bei denen sich einzelne Kommunikationsstrategien zu größeren Bedeutungsmustern zusammensetzen. Nach Stationen in Aberdeen, Cardiff, Lancaster und Greifswald hat sie auch in Konstanz im Bereich Digital Humanities gelehrt und geforscht. Hier hat sie 2024 in Zusammenarbeit mit KIM ein Transferprojekt geleitet, die DH Ringvorlesung organisiert und verschiedenste Lehrinhalte entwickelt.
Termin: Donnerstag, 11.06.2026, 17.00-18.30 Uhr
Teilnahme: im Hörsaal M629 oder online per Zoom
Der Link zur Online-Konferenz sowie Material zum Thema des Vortrags kann nach dem Login über den Ilias-Kurs der Ringvorlesung abgerufen werden.